Früher habe ich Fleisch in Großmengen direkt beim Schlachthaus gekauft

Während meines Psychologiestudiums habe ich von einer Studie gehört, dass wir Menschen im Bruchteil einer Sekunde andere Menschen bewerten. Egal ob wir das wollen oder nicht. Unsere Amygdala, also das Zentrum der Emotionen, lässt zuerst ein Gefühl darüber entstehen, ob wir jemanden nett oder unsympathisch finden, bevor wir darüber nachdenken. Mit unserem rationalen Großhirn können wir lediglich das bereits entstandene Gefühl reflektieren, doch im Alltag haben die wenigsten von uns weder die Zeit, noch die notwendige Achtsamkeit dazu.

Die vorschnellen Bewertungen hatten in der Evolution bestimmt ihren Sinn, doch in der heutigen modernen Welt, wo wir Menschen es endlich geschafft haben halbwegs friedlich miteinander auszukommen, sind diese blitzschnellen Bewertungen des Mittelhirns mit Vorsicht zu genießen.

Mir ging es vor kurzem so, als ich ein Email von einem Instagram Influencer mit dem Namen @andy.kul bekam. Er sei auf der Suche nach einem Kooperationspartner und schrieb unter anderem:

„Mir gefällt Ihre Produktpalette da Sie ein österreichischer Hersteller sind und biologisch, nachhaltig produzieren.“

Nach Durchsicht seines „massiven“ Instagram Profils mit über 20.000 Followern hatte ich so meine Zweifel, ob das eine gute, gelingende Kooperation werden könnte. Auf dem ersten Blick schien er nicht das auszudrücken, wofür SPORTBIONIER steht.

Schließlich ließ ich mich doch auf eine Kooperation ein, schickte ihm eines unserer Bio Whey Proteine zu und hoffte darauf, dass er zumindest ein Foto auf seinen Instagram-Feed stellt, damit das seine tausende Follower sehen würden. Eine moderne Marketingmöglichkeit, die in manchen Fällen sehr sinnvoll sein kann.

Nach dem einen veröffentlichten Bild, war ich freudig überrascht, wie häufig er fortan von unseren Produkten in seinen Instagram Storys schwärmte.

Doch was dann geschah, damit habe ich nicht gerechnet!

Eines Tages veröffentlichte er eine Storys zum Thema Tierwohl und Nachhaltigkeit und bekam daraufhin viele Reaktionen, weil seine Follower diese „neue“ Seite von ihm noch nicht kannten.

Ein Sinneswandel der ganz besonderen Art

Andreas lebt gemeinsam mit seiner Freundin und den gemeinsamen beiden Kindern in einer steirischen Kleinstadt. Er ist Vollzeitangestellter bei der Bank und ist konsequent bemüht neben Familie, Freunden und Freizeit noch etwa 3 bis 4 mal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Neuerdings hat er seine Freude im Kraft-Dreikampf gefunden.

Eine Beschreibung, die etwas abgeändert vermutlich auf viele von uns zutreffen könnte. Eben ein ganz gewöhnlicher Typ.

So wie (fast) jeder von uns, achtete auch Andreas bisher darauf, wie er mit seinen begrenzten Ressourcen gut um die Runden kommen kann. Den einen fehlt es an zeitlichen Ressourcen, um diese mit den Menschen zu verbringen, die sie lieben. Den anderen fehlt es an finanziellen Ressourcen, um ihr Leben so gestalten zu können, dass sich ein Gefühl von Sinn einstellt.

Eine Möglichkeit um „mehr“ zu haben, besteht darin günstige Lebensmittel zu kaufen. Für viele Jahre war das die Normalität von Andreas und seinen Trainingskollegen. Das ging so weit, dass sie sich als Einkaufsgruppe zusammenschlossen, um beim Schlachthof Bestpreise für Hühnerbrustfilets zu bekommen.

Nach einem gemeinsamen Training erzählt mir Andreas auf seinem Balkon, dass sie damals stolz darauf waren, welche riesigen Mengen an billigem Fleisch sie in kurzer Zeit verzehrten.

Heute will sich Andreas für Tierwohl und Nachhaltigkeit einsetzen. Doch nicht radikal. Er ist nach wie vor Allesesser, kein Vegetarier und kein Veganer. Ab und zu isst er Fleisch. Doch viel seltener als früher, und wenn dann aus biologischer und regionaler Weidehaltung. Nicht zu extrem zu sein ist ihm wichtig, vor allem in der Rolle des Vorbilds für seine Instagram Follower, aber auch für seine beiden Töchter.

„Ich bin kein 100% Bio-Vegan-Typ. Ich bemühe mich nachhaltig zu leben, weil es mir sinnvoll erscheint. Doch ab und zu landet trotzdem noch Junk- oder anderer Mist auf meinem Teller. Dazu stehe ich.“

Bei unserem sommerlichen Gespräch auf seinem Balkon erzählt mir Andreas, dass sich das mit Instagram eher zufällig entwickelt hat. Es hat ihn motiviert seine Trainingserfolge zu teilen und so entwickelte sich sein Instagram-Profil zu einem Hobby-Projekt.

Nachdem er dann nach unserem Erstkontakt die Welt von SPORTBIONIER kennen lernte und sich dieses YouTube Video ansah, dachte er darüber nach, was es für ihn bedeutet „Vorbild“ zu sein. Vorbild zu sein, bedeutet für Andy, dass man sich etwas traut und zu etwas steht. Vielleicht hängt es auch mit der Geburt seines zweiten Kindes zusammen, dass er nun ein Bewusstsein für die Zukunft der Erde entwickelt hat. Doch für ihn ist nun klar, dass er Sinnvolles tun will. Er hat erkannt, dass es nicht nur darum gehen kann möglichst viele Follower zu haben und möglichst viele Likes zu bekommen. Nein, es geht so wie überall auf der Welt um Macht und Einfluss. Diese beiden negativen konnotierten Begriffe rücken erst dann ins Positive, wenn sowohl der Nutzen für Mensch, als auch für Tier und Umwelt gesteigert werden. Als Folge daraus entsteht Sinn – das Elixier für persönliches Lebensglück.

„Nachdem ich die Gedanken, die zur Gründung von SPORTBIONIER verfolgt habe und vor allem über den Satz „Vorbild sein“ länger nachgedacht habe, habe ich irgendwie gemerkt, dass Reichweite und Followeranzahl nix bringt, wenn man es nicht sinnvoll einsetzt … ich möchte nicht einfach nur Produktwerbung betreiben, sondern mehr das nach Außen tragen, wofür SPORTBIONIER steht: Für ein bewusstes und nachhaltiges Leben.“

Bis oft spät nachts liest und recherchiert Andreas im Moment über die katastrophalen Zustände in der industriellen Tierhaltung, überdenkt täglich seine Konsumentscheidungen und will als positives Vorbild voran schreiten. Er will zeigen, dass ein nachhaltiges Leben mit einem Fitness-Lifestyle wunderbar vereinbar ist und obendrein auch noch ein gutes Gefühl und damit auch Sinn schafft.

Andy erzählte mir, dass er bereits als Kind schon die Welt retten wollte. Die Fernsehserie „Captain Planet“ habe ihn sehr geprägt. Doch irgendwie sei er davon abgekommen und er habe seine Berufung vergessen, meinte er. Nun ist er froh, dass SPORTBIONIER ihm den Weg (wieder zurück) gezeigt hat.

Für mich als Unternehmer zählen diese persönlichen Transformationen, wie diese von Andreas, zu den schönsten Erlebnissen. Um die vielen globalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu bewältigen braucht es mehr mutige und integre Menschen wie ihn. Die tägliche Ernährung und der Sport formen unseren Körper. Auf die eigene Stimme zu hören, für etwas einstehen und mutig voran schreiten – das formt unseren Charakter. Wahre Stärke und Größe folgt dann, wenn sowohl der Körper, als auch der Charakter durch Widerstand geformt werden.

Ich schließe mit den Instagram-Grußworten von andy.kul: Gebt was ihr könnt! Bleibt sauber!

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